Der erste Marathon (Teil 1)

berlin_marathon_2019
Teilnahme am Berlin-Marathon 2019

Was hindert einem daran, einem Marathon zu laufen?

Ich kann es Ihnen sagen, es ist die Länge und Dauer der Strecke. An der Dauer kann man was machen, ist schon klar, aber das ist einfacher gesagt als getan und da wären noch die 42,195km.

Überlegen Sie mal, wohin Sie laufen könnten bei 42,195km!

Als ich 2012 mit dem Laufen anfing, habe ich nicht im Traum daran gedacht einen Marathon zu laufen. Ich war froh, wenn ich 1km oder sogar 2km am Stück gelaufen bin.

Wenn man aber ziemlich konstant 3 x die Woche läuft, dann werden die Strecken automatisch länger. Man traut sich immer mehr zu. Damals war ich 46 Jahre alt und nach 2 Jahren Training hatte ich das Ziel, mit 50 Jahren einen Marathon gelaufen zu haben.

Daraus wurde nichts, weil ich mir nicht vorstellen konnte einen Halbmarathon nochmal zu laufen. Jedes Mal, wenn ich über die Ziellinie bei einem Halbmarathon lief, war ich absolut am Ende. Zumindest dachte ich das immer.

Mit 53 Jahren sagte ich zu mir selbst, entweder jetzt oder gar nicht. Mein Chef sagte mir, wenn ich soviel trainieren würde, dann wäre ich schon längst einen Marathon gelaufen. Der hat gut reden, dachte ich. Aber das gab mir den Rest oder anders gesagt, den notwendigen Anstoss.

Da ich wusste, dass Dodenhof in Posthausen im Jahr davor am Berliner Marathon teilnahm, fuhr ich einfach hin und meldete mich an. Als ich wieder im Auto saß, dachte ich mir, was habe ich mir da nun wieder aufgehalst. Aber egal, jetzt musste ich damit durch. Aufgeben gibt es nicht. Ja, so ist das mit mir.

Als ich dann am Montag wieder zur Arbeit fuhr, druckte ich mir die Strecke vom Berliner Marathon aus und hing sie mir an die Wand, direkt vor mir. Ja, da hing sie nun und der Tag kam immer näher.

Das Gute daran war, ich war nicht der einzige, der sich bei über Dodenhof angemeldet hatte. Ich weiß nicht mehr genau, wie viele es waren, aber so um die 30 Läufer und Läuferinnen waren dabei. Wir waren also ein Team, was das Ganze ein wenig einfacher machte. Viele der Läufer und Läuferinnen hatten im Jahr davor schon am Berliner Marathon teilgenommen und es war nicht deren erster.


Ich kann nur jedem raten, solch ein Vorhaben mit einem Team durchzuziehen. Alleine oder auch zu zweit ist sehr sehr schwierig, zwar nicht unmöglich, aber sehr schwierig.

Im nächsten Teil geht es um das Marathon-Training. Das war auch so eine Erfahrung für mich.

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